§20 Präventionskurse2018-11-02T22:38:27+00:00

§20 Präventionskurse

Da Ihre Krankenkasse daran interessiert ist Gesundheitsrisiken für sie zu verhindern, bzw. zu vermindern, unterstützt sie zusätzlich zu Reha- und Funktionstraining auch bestimmte Präventionskurse. Für diese Kurse legen die Krankenkasse bestimmte Handlungsfelder, Qualifikationen der Kursleiter und Inhalte fest. Sie finden in zusammenhängenden Blöcken in der Regel über 8 bis 10 Einheiten einmal wöchentlich statt.

Wir bieten in unserem Haus folgende Präventionskurse an:

Die progressive Muskelentspannung

Bei der progressiven Muskelentspannung werden bestimmte Muskelgruppen des Körpers angespannt, die Anspannung wird kurz gehalten und anschließend wieder entspannt. Viele, vereinfachte Übungen, die man sorglos in den Alltag übernehmen kann, werden den Teilnehmern nahegelegt. Erfahrungsgemäß hilft die Entspannungstechnik bei vielerlei Störungen, wie z.B. beim Schlafen. Es werden Verspannungen gelöst und man entwickelt eine innere Ruhe. Man verspürt eine wohltuende Wirkung, die körperliche als auch seelische bzw. psychische Entspannung wird gefördert. Stressbedingten Problemen oder Erkrankungen wird präventiv vorgebeugt. Ein Block des Kurses besteht aus 8 Kurseinheiten a jeweils 60 Minuten. Eine verbindliche Anmeldung zum Kurs sowie eine Zahlung der Kursgebühr im Voraus sind in jedem Fall notwendig. Ein Quereinstieg, während eines bereits angelaufenen Blocks, ist leider nicht möglich. Da es sich bei diesem Kurs um einen zertifizierten Präventionskurs handelt, wird er von den Krankenkassen bezuschusst und Sie bekommen von Ihrer Krankenkasse bis zu 80% (in Ausnahmefällen auch 100%) der Kursgebühr erstattet.

Faszientraining

Faszientraining beschreibt eine bewegungstherapeutische oder sportliche Trainingsmethode zur gezielten Förderung der Eigenschaften des muskulären Bindegewebes, der Faszien. Faszien sind faserige Bindegewebsbildungen des Bewegungsapparats, deren Architektur in erster Linie an wiederkehrende Zugbelastungen angepasst ist. Die Zugfestigkeit und Dehnbarkeit dieser meist weißlichen bis transparenten Fasergewebe wird primär durch deren hohen Anteil an Kollagen-Fasern bestimmt.

Um die Faszien trainieren zu können, nutzen wir eine Ihrer Funktionen, den sogenannten Katapulteffekt.

Kängurus und Gazellen machen sich bei ihrer Sprungtechnik den „Katapulteffekt“ zunutze: Die Sehnen und Faszien der Beine werden wie elastische Gummibänder vorgespannt, das gezielte Loslassen der darin gespeicherten kinetischen Energie ermöglicht die erstaunlichen Sprünge.

Bei Untersuchungen der menschlichen Muskeln und Sehnen des Beines stellte man fest, dass auch hier eine prinzipiell ähnliche Speicherung und Entladung kinetischer Energie stattfindet wie bei Gazellen. Beim Hüpfen und Rennen entsteht ein erheblicher Teil der Beschleunigungskraft aus der dynamischen Federung der Faszien.

Faszientraining sollte also in gewisser Weise in nahezu jedem Trainingsprogramm integriert sein. Aber auch zur Schmerzreduktion oder Mobilitätsverbesserung kann das Faszientraining extrem nützlich sein. Wir bieten für alle Möglichkeiten die richtigen Lösungsansätze.

Präventives Rückentraining

Aufgrund der modernen Lebensweise des Menschen (sitzende Tätigkeit, Auto fahren, etc.) und dem damit verbundenen Verlust an Kraft, Beweglichkeit, Koordination und Ausdauer führen häufig schon geringe Belastungen zu einer Überlastung der Wirbelsäule. 80 % aller Deutschen über 30 Jahre leiden heute unter akuten Rückenbeschwerden.

Das Präventive Rückentraining hat zum Ziel, die körperliche Aktivität der Teilnehmer zu steigern. Der Rücken sollte bei Beschwerden nicht vorrangig geschont, sondern fortlaufend sanft weiter bewegt werden, daher steht ein vielfältiges, dynamisches Bewegungsverhalten im Vordergrund. Die Teilnehmer lernen den praktischen Umgang mit ausgewählten Krafttrainings- und Dehnungsübungen für die rumpf- und wirbelsäulenstabilisierende Muskulatur und werden in die Lage versetzt, die erlernten Übungen selbständig in späteren Trainingsplänen fortzuführen um die Nachhaltigkeit der präventiven Maßnahme zu sichern. Der gelegentliche Rückenschmerz wird nicht unnötig dramatisiert, sondern als ein wichtiges Warnsignal des Körpers wahrgenommen, auf das jeder hören sollte. Die Teilnehmer lernen ebenfalls den angemessenen Umgang mit Rückenschmerzen.